Masi / Serego Alighieri

Villa Serego Alighieri, Sant’Ambrogio di Valpolicella
07. September 2020

Das Masi Wine Experience startete im Wineshop, führte durch Weinreben zur Kellerei im Hauptsitz. Es wurde viel über die Geschichte und die Herstellung des Weines erzählt. Ich bin kein großer Fan des Weines von Masi, darum habe ich mich am Ende mit Olivenöl und Reis begnügt.

Die Winery Serego Alighieri blickt auf über 650 Jahre Weinanbau im Valpolicella zurück und gehört damit zu den geschichtsträchtigsten und ältesten Kellereien in dieser Gegend. Bereits 1353 wurde die Casal dei Ronchi von Pietro Alighieri in Gargagnago – angesiedelt im Herzen des Anbaugebiets Valpolicella Classico – erworben. Pietro ist kein geringerer, als der Sohn des bekannten Dichters Dante.

In 1549 geschah dann das Unglück – es gab leider ausschließlich weibliche Erben, keinen Sohn. So wurde die Dame des Hauses mit Marcantonio Serego vermählt, welcher einer sehr einflussreichen Familie entstammte. Marcantonio erhöhte die Produktivität der Ländereinen um ein Vielfaches und trieb den Weinbau voran.

Die Tenuta Serego Alighieri wurde 1973 ein Teil der Masi-Gruppe, als prestigeträchtigste und geschichtlich relevanteste Winery der Marke.

Eine Anekdote am Rande – Masi hatte den Namen Valpolicella Ripasso für sich patentieren lassen, da sie auch Anfang der 60er Jahre das erste Mal dieses Herstellungsverfahren für Wein genutzt hatten. In 2006 gab Masi nach diversen Beschwerden der Konkurrenz, die das gleiche Verfahren nutzten, die Wortrechte an die Camera di Commercio di Verona weiter. Nun kann jede Winery, die dort Mitglied ist, seinen Ripasso Wein auch Ripasso nennen.

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