Die Steiermark – „Das Grüne Herz Österreichs“ – ist die Heimat einer Freundin von mir. Genauer gesagt das kleine Örtchen Peggau, ca. 20 km entfernt von Graz. Dort wurde in diesem Jahr zusammen mit ihrer Familie und Freunden im Eichberger’s Grill in Deutschfeistritz Geburtstag gefeiert. Eine traumhafte Location „auf’m Bergal“, wie meine Freundin so schön die Lage beschrieben hat. Aber nun erstmal von vorne.

Freitag mittags ging es los nach Peggau, Wetter war super und ich war in knapp vier Stunden vor Ort. Angekommen in Peggau ging erstmal ein richtig krasses Sommergewitter los, aber das sollte egal sein, ich war ja nun schon angekommen. Einquartiert waren die „ausländischen Gäste“, wie uns ihre Mama am nächsten Tag auf der Feier dann so schön besonders begrüßt hat, alle im La Cucina, einem netten kleinem Hotel mit italienischer Küche. Die weitgereisten „Ausländer“ waren alle samt aus Deutschland, zur Hälfte aus München.
Nachmittags gab es eine herzliche Begrüßung mit kleiner Überraschung auf dem Hotelzimmer. Original Steirisches Kürbiskernöl. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Abends war ein Tisch für alle die, Lust und Zeit hatten, im „Fattinger Hof“ reserviert – einem Buschenschank. So konnte man auch schon mal die ersten Gesichter kennenlernen und sich nett unterhalten. Meine Freundin wollte uns mit typisch steirischem Essen ihre Heimat etwas näher bringen, was ich sehr toll fand. Im ersten Moment war ich allerdings mit der Karte völlig überfordert und konnte mich erst nach einer halben Stunde für eine sehr leckere Brotzeit entscheiden (genaugenommen gab es auch nur Brotzeit in ungefähr gefühlten 324 Variationen). In Bayern gibt es ja auch eine Brotzeitkultur – aber nicht in diesem Ausmaß.
Mein Opa hat immer gerne so gegen 16 Uhr Brotzeit gemacht. Nach dem Nachmittagskaffee (okay bei ihm eher Nachmittagsbier) und vor dem Abendessen. Ich sehe ihn heute noch am Tisch in der Küche bei Oma sitzen, wie er sich eine rohe Zwiebel aufschneidet und die zum Butterbrot ist, welches dann in Teilen versehentlich mit einer extra-großen Portion Butter leider auf den Boden fällt. Wo ein kleines Schäferhündchen Namens Rex schon auf seine Chancen auf Butterbrot spekuliert, seit der Opa sich da zum Essen hingesetzt hat.
Aber zurück nach Österreich.
Peggau und Umgebung
Am Samstagmorgen war ich relativ früh wach und wollte die drei Stunden vor der Party noch etwas nutzen, um die Gegend zu erkunden. Die nette Hotelmitarbeiterin hat mir einen kleinen Spaziergang an der Mur in der Nähe vom Kraftwerk empfohlen, was ich dann auch gemacht habe. Das war sehr nett da.



Peggau selbst ist einer der kleinen Orte um Graz, die bekannt für den Abbau von Kalkstein sind. Die Ortschaften sind sehr geprägt davon; Peggau erstreckt sich z.B. hauptsächlich entlang der verlaufenden Eisenbahnschienen.
Happy Ibiza
Um 12.15 wurden wir dann alle von der Gastgeberin abgeholt und sind auf’s Bergal zum Eichberger’s Grill gefahren. Die Sommerparty stand unter dem Motto „Ibiza“. Das Wetter war absolut perfekt: sonnig mit leichten Wolken bei 25/26 Grad. Der erste Blick auf die Party-Location war dann erstmal auch WOW:
Sommerdrinks, Wein aus der hauseigenen Kellerei, frisches Fleisch und Fisch vom Grill, es hat wirklich an nichts gefehlt und es war eine wunderschöne Sommerparty.
Und dann dieser Sonnenuntergang …
Graz
Am nächsten Tag wollte ich unbedingt noch einen Abstecher nach Graz machen, da ich bisher noch nie in der steirischen Landeshauptstadt war. Aber erstmal habe ich noch Halt beim Stift Rein gemacht. Ich hatte das Stift Melk von vor drei Jahren im Sinn, als ich dort ankam, war das ganze allerdings etwas kleiner und übersichtlicher:
Dann ging es weiter nach Graz. Ein kleiner Spaziergang durch die Altstadt und eine Fahrt im Cabrio zur Murinsel haben mir zumindest einen kleinen Überblick über die nette Stadt gegeben. Die Cafès waren auf Grund von Sonntag und SuperSommerTag völlig überfüllt. Dafür gab es später in der Nähe von Peggau noch ein Mittagessen zum Abschied.
Die Murinsel ist eine schwimmende Plattform auf der Mur, die ein Bindeglied zwischen Fluss und Stadt darstellt. Graz war 2003 Kulturhauptstadt, damals hat man die Insel nach der Idee des Grazers Robert Pukenhöfer in Zusammenarbeit mit einem New Yorker Designer als modernes Wahrzeichen der Stadt geschaffen. Man kann dort einfach nur drüber spazieren oder auch für eine Kaffee verweilen. In jedem Fall sehr schön und einen Besuch wert, wenn man in der Stadt ist:
Ein Blick über die Mur:

Zum Abschluss der kleinen Reise hier aber noch mein Highlight aus der Rubrik Individuelle Gartengestaltung „Alle meine Zwerge“:




































