Wer hat Lust auf Lebkuchen?
11. – 13. Oktober 2013

Den Wechsel von New York nach Martha’s Vineyard könnte man als kleinen Kulturschock bezeichnen. Die Insel war das komplette Gegenteil dieser riesengroßen Metropole. Ruhig, übersichtlich, das Ende der Urlaubssaison … der perfekte Ausgleich zu den stressigen ersten Tagen des Urlaubs. Die Zeit auf Noepe hab ich sehr genossen.
Die ca. 230 km² große Insel vor der Küste Massachusetts war früher Indianerland; nach wie vor leben dort Native Americans vom Stamme der Wampanoag. Die „alten“ Indianernamen von Orten wie z.B. Aquinnah, mit dem Aquinnah Lighthouse , sind nach wie vor geläufig und sehr präsent. In der Sprache der Wampanoag’s heißt die Insel „Noepe“ (Dry Land amid Waters).
Filmfans ist die Insel wahrscheinlich besser bekannt als Amity Island – dem Drehort von Jaws.
Etwas traurige Bekanntheit erlangte Martha’s Vineyard im Sommer 1999 als John F. Kennedy jr., der Sohn des namensgleichen US-Präsidenten, mit seiner Ehefrau und Schwägerin vor der Küste der Insel mit einem Kleinflugzeug bei schlechten Wetterverhältnissen ins Meer stürzte.
Meine Unterkunft war das süße „Madison Inn“ in Oak Bluffs, eigentlich wie ein englisches Bed & Breakfast. Was bei den ersten Siedlern und dem englischen Einfluss der Ostküste nun auch nicht verwunderlich ist. Schließlich war ich ja auch in New England. Die Gastgeberin war zauberhaft und ich hatte einen sehr schönen Aufenthalt.
Eine Bustour über die Insel, das Aquinnah Lighthouse, nett Abendessen im Diner „Linda Jean’s“, die Hauptstadt Edgartown und Vineyard Haven habe ich natürlich auch besucht. Nicht zu vergessen die „Lebkuchenhäuschen“.
Oak Bluffs
Gingerbread Houses in Oak Bluffs
Die Gingerbread Houses sind auf dem Grund der Methodisten Kirche gebaut worden, es war Anfang des 18. Jahrhunderts ein Sommercamp. Als man sich immer öfter und länger auf der Insel traf, hat man kleine Cottages gebaut, die der Geschichte um Hänsel & Gretel nachempfunden worden sind. Es ist wirklich völlig verrückt und faszinierend, wenn man dort durch die Gassen und kleinen Straßen geht. Ich war damals ganz verliebt in diese Häuschen und es macht den Ort Oak Bluffs wirklich außergewöhnlich.
Etwas ähnlich fasziniert von bunten Häusern war ich Jahre später – 2019 in Italien auf der kleinen Insel Burano in der Nähe von Venedig. So hübsch wie es aber dort auch war, die Gingerbread Houses von Oak Bluffs sind wirklich sehr besonders. Von ursprünglich 500 Cottages sind heute noch ca. 300 zu finden. Die Cottages haben alle Namen, die meistens über der Tür zu lesen sind.



La Dolce Vita (1877) 


The Belly Buoy (1876) 
Summer Love (1867) 


Cottage Museum 
The Pink House (1864) 

Fifty Seven 




Gay Head Light oder Aquinnah Lighthouse
1865 wurde der Leuchtturm, so wie er heute steht, fertiggestellt und in Betrieb genommen. Mitte der 1980er Jahre nahm man ihn in die Liste der Historischen Plätze der USA auf. Bereits seit 1799 war an dieser Stelle ein Leuchtturm zu finden, allerdings wurde dieser damals aus Holz gebaucht und wich später dem jetzigem Light House.
Die großen Klippen, die Weite … man kommt sich fast vor wie am Ende der Welt. Ein wirklich wunderschöner Ort. Breathtaking sozusagen 🙂









Edgar Town
Eine Bustour über die Insel hat mich nach Edgar Town gebracht. Edgar Town ist der Verwaltungssitz der Insel und wurde 1642 gegründet. Zu Edgar Town gehört auch die kleine Insel Chappaquiddick – genannt „Chappy“. Zwischen Festland und Insel ist ein reger Verkehr mit Fähren für Autos die von einem Ort zum anderen müssen.

Dr. Daniel Fisher House 
Garten des Dr. Daniel Fischer House 
Town Hall 




















Stoppover: Woods Hole
Mit der Fähre ging es weiter nach Woods Hole und von dort mit dem Bus nach BOSTON. Ich glaube zumindest, es war der Bus, ich erinnere mich nicht mehr wirklich. Woods Hole war ein sehr nettes kleines Örtchen.





















