Eine Bekannte hatte mich gefragt, ob ich nicht was von meiner USA Reise schreiben könnte, nachdem ich ihr von meinem Blog und ein paar Reisegeschichten erzählt hatte. Der Roadtrip damals waren knapp 2,5 Wochen totale Freiheit. Ich hatte nur die ersten Anlaufpunkte gebucht – New York, Martha’s Vineyard und Boston. Für die restliche Reise war der Plan, da bleiben, wo es schön ist. So bin ich zum Beispiel auch im wunderbaren Örtchen Ogunquit gelandet. Ein indianischer Begriff, der soviel heißt wie „Schöner Ort am Meer“.

Warum an die Ostküste im Oktober? Natürlich der Indian Summer. Diese Farbenpracht der Bäume. Leider ist der Zeitpunkt nie exakt vorhersehbar, weshalb ich nur noch die Ausläufer des Indian Summer mitbekommen habe, und das war schon beeindruckend schön.

New York
07.-11. Oktober 2013
Los ging es in New York – und da wollte ich überhaupt nicht hin. Mir wurde damals von allen Seiten gesagt, wenn du an die Ostküste reist, musst du nach New York. Du darfst nicht in New York landen und direkt die Stadt verlassen, das geht einfach nicht. Okay, ginge schon, aber ich habe es dann doch nicht gemacht und bin vier Nächte geblieben.

Ankunft in New Jersey war gegen 22 Uhr abends, von dort ging es mit dem Zug zur Penn Station. Im Zug schon der erste Schock in völlig übermüdetem Zustand – die Fähre nach Martha´s Vineyard wurde gencancelt und somit auch die Fähre von dort für die Weiterfahrt nach Boston. Der Plan war ursprünglich am Freitag mit Blick auf die Skyline von New York nach MV zu schippern. Seastreak hatte ernsthaft mal eben beschlossen, die Saison früher zu beenden. Frechheit.
Von der Penn Station raus in die Stadt zum Taxistand und ich war nicht mehr nur übermüdet sondern auch völlig erschlagen und überfordert von der Lautstärke, dem Verkehr, den vielen Mensch, den Lichtern, einfach allem. Ein Taxi hat mich zu meinem Hotel im West Village gebracht, das THE JANE. Bekannt wurde das Hotel damals in der Klatschpresse, weil Katie Holmes mit Ihren Freundinnen dort die Scheidung von Tom Cruise gefeiert hat.
Geschichtsträchtig ist es zudem – Überlebende der Titanic wurden 1912 dort einquartiert. Ursprünglich gebaut wurde das Gebäude als Hotel für Seemänner vom American Seamen’s Friend Society Sailors’ Home and Institute.

Angekommen in diesem Hotel und ich wollte nur weg. Ich wusste zwar, dass es kleine Zimmer sind und Schiffskajüten nachempfunden, aber ich habe in dem Zimmer fast keine Luft bekommen, es war alles so beengt, stickig, die laute Klimaanlage – Fenster öffnen … vergiss es.
Aber gut, nun war ich nun mal da und wollte das beste daraus machen. Nach einer ersten schlaflosen Nacht gab es ein – so habe ich es zumindest in Erinnerung – leckeres Frühstück in der hoteleigenen Bar. Für ein weiteres Frühstück am letzten Tag in N.Y. war ich auch schon verabredet mit der lieben Anne, die zufällig gleichzeitig mit ihrem Freund in der Stadt war.
Im Flugzeug hatte ich schon festgestellt, dass ich nur einen Reiseführer für die Neuengland-Staaten hatte, New York selbst hab ich einfach vergessen. Zum Glück kennt man die Stadt aus so vielen Filmen, dass man sich dann auf eine Art heimisch gefühlt und da ich allgemein gerne einfach mal drauf los gehe und dadurch bei Reisen schon vieles entdeckt habe, was sonst außen vor geblieben wäre, war das nun eben auch in New York so. 5th Avenue, Empire State Building, eine Fahrt im Sightseeing Bus, das Rockefeller Center, Downtown, der Financial District, Time Square (inklusive M&Ms Shop), eine Tour in den NBC Studios, Shopping … alles war dabei und für mich dann auch völlig ausreichend.
Skyscraper


Blick vom Rockefeller Center 
Brooklyn 
Sunset 
Empire State Building 
Blick vom Empire State Building 

Blick vom Empire State Building 
Spiderman 


Empire State Building 
Blick vom Empire State Building
Lebendige Stadt
@T-Mobile #unleash
Völlig unerwartet bin ich am letzten Abend in New York auf einem Konzert von Shakira gelandet und das auch noch for free. Ich war vom Time Square aus abends zu Fuß auf dem Weg zum Hotel – da war von der Weite pinkes Licht zu sehen – ich dachte, eh meine Richtung, da gehst du mal hin. Es hat sich dann als eine Veranstaltung von T-Mobile herausgestellt, die zum damaligen Zeitpunkt LTE in den USA gelauncht haben:
Nach dem Frühstück mit Anne am nächsten Tag ging es im Greyhound Bus nach New Bedford und von dort mit der Fähre dann endlich weiter zum zweiten Ziel: Martha’s Vineyard. Die Wartezeit in New Bedford hat mir der weltbeste Cheesecake versüßt.
In New Haven auf Marthas Vineyard kam ich gegen 22 Uhr an. Alle Profi-Marthas-Vineyard Reisenden waren gefühlt innerhalb von 0,3 Sekunden in sämtliche Taxis gestiegen und weg, während ich noch dabei war, mich erstmal grundlegend zu orientieren. Einem Taxifahrer mit anderen Gästen kam ich dann wohl etwas verloren vor, er kam auf mich zu und hat mich zu meinem Hotel nach Oak Bluffs gefahren.
Um ca. 23.30 Uhr stand ich vor einem verschlossenem und dunklen Hotel. Mit einem Handy ohne Netz. Das war dann der Zeitpunkt, wo ich wirklich fix und fertig war und einfach wieder nach Hause wollte. Mein Glück waren zwei asiatische Touristinnen, die zufällig des Weges kamen und für mich die Hotelbesitzerin angerufen haben. Sie hat mich extrem herzlich empfangen und ab da hat wirklich ein wunderschöner Urlaub angefangen. Aber lest selbst und macht euch ein Bild davon …
| 11. – 13. Oktober | Martha’s Vineyard – „Beware of the Sharks“ | |
| 13. – 14. Oktober | Boston: Unterwegs auf dem Freedom Trail mit einer Einladung zum Tee | |
| 15. Oktober | Portland, das Wedding Cake House und ein Sonnenuntergang auf dem Weg zum „Schönen Ort am Meer“ | |
| 15./16. Oktober | Von schönen Stränden, Leuchttürmen und einem U-Boot | |
| 17. Oktober | Hexen, Geister und Vampire in Salem | |
| 18.-20. Oktober | Auf Cape Cod: The Kennedys | |
| 20.-21. Oktober | Von Plymouth nach Providence mit Jack O’Lantern | |
| 21. – 23. Oktober | Atemberaubende Aussichten, Elihu Yale und irgendwann ging es doch wieder heim | |
| Special | Trick or Treat: Halloween |
Was ist mir am meisten in Erinnerung geblieben von der Reise? Das Shakira Konzert auf jeden Fall, die Präsenz von JFK 40 Jahre nach seinem Tod. Das erinnert mich an die Verehrung von Ché Guevara auf Kuba, der dort auch allgegenwärtig scheint. Ogunquit und eine Begegnung auf dem Weg nach Cape Cod. Und natürlich dieser leckere Cheescake in New Bedford. Der wunderschöne Sonnenuntergang in Cape Porpoise und der atemberaubende Ausblick in Newport. Die 1000 bunten M&Ms am Times Square. Oh … und fast hätte ich es vergessen … die Walrösser an den Stränden! Es war so witzig, wenn man im Sand saß, aufs Meer geblickt hat und immer wieder diese Köpfe hochkamen! Deshalb muss man sich allerdings auch vor den Haien in acht nehmen … die fressen gerne alles.

Stars & Stripes

O say does that star-spangled banner yet wave
O’er the land of the free and the home of the brave?
Francis Scott Key im Jahre 1814
































