Von schönen Stränden, Leuchttürmen und einem U-Boot

Oder von Ogunquit nach Cape Neddick über York Beach nach Portsmouth und Hampton nach Salem.

Irgendwie so abends am 15. Oktober 2013 und dem folgenden Tag.

Ogunquit, ME

In der Sprache der Abenaki-Indianer steht Ogunquit für „beautiful place by the sea“ – schöner Ort am Meer. Ich finde es immer beeindruckend, wie ein einziger Begriff in indianischer Sprache genau das beschreibt, wofür andere Sprachen mindestens vier Wörter brauchen. Schöner Ort am Meer.

Da war ich also. Nach dem Sonnenuntergang am Cape Porpoise war es schon dunkel, als ich dort ankam. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch dort Stopp gemacht. Ich brauchte ein Motel. Der erste Halt galt allerdings dem Strand und noch bevor ich wusste, für was Ogunquit steht, hätte ich es genau so bezeichnet.

Übernachtet habe ich im „Stage Run by the Sea“. Leider außerhalb der Badesaison. Der Pool sah sehr verlockend aus und es war allgemein ein sehr hübsches Motel. Im Gegensatz zum Motel 6 oder Super 8, den großen Ketten.

Die Bilder geben leider gar nicht das Gefühl und Ausstrahlung des Ortes wieder. Ihr müsst da wohl oder übel einfach selbst mal hinfahren…

Cape Neddick, ME

Das Nubble Light House auf Cape Neddick wurde 1879 zum Schutz der Marine aufgestellt. Zum Leuchtturm gehört ein viktorianisches Häuschen im Gingerbread Look. Offensichtlich gab es an der Ostküste im späten 19. Jahrhundert viele Fans von Hänsel & Gretel (siehe Martha’s Vineyard).

U.S.S. Albacore

Und auf einmal war da ein U-Boot an der Straße. Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Die U.S.S. Albacore, ein 1952 erstmals zur See gelassenes und 1980 ausgemustertes U-Boot, welches seit 1986 als Museum dient – ein Kriegsschiff der United States Navy. Um das Schiff sind viele Gedenksteine aufgestellt, die an Gefallene aus dem zweiten Weltkrieg und mutige Soldaten erinnern.

York Beach, ME

Das war ein kurzer Stopover, ich glaube, ich war dort maximal eine Stunde, wenn überhaupt. Ein sehr süßer kleiner bunter Ferienort.

Portsmouth, NH

Wikipedia sagt: „Portsmouth ist eine Hafenstadt an der Südküste Englands in der Grafschaft Hampshire im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland.“ Aber ich war ja in den USA. Die gleichnamige US-Stadt (ich gehe davon aus, die Siedler haben den Namen über den Atlantik gebracht) im Bundesstaat New Hampshire bildet die Grenze zum Bundestaat Maine.

In der Stadt gibt es den Black Heritage Trail. Der Trail erinnert an Menschen und Orte, die mit der afrikanischen Geschichte der Stadt in Verbindung stehen. Teilweise bis in 1645 zurück datiert. Von einer gemeinnützigen Organisation ins Leben gerufen, soll der Trail zur Aufklärung der Ereignisse und besserem Verständnis für ein gutes Miteinander beitragen.

Oracle House

Das Haus ist eines der ältesten in ganz Neuengland. Gebaut wurde es ca. 1702 von Richard Wibird, einem Offizier der Royal Navy. Hier wurde die erste Zeitung im 18. Jahrhundert in New Hampshire gedruckt,

North Hampton, NH

Seit der Reise kann ich also auch behaupten, ich war schon mal „in den Hamptons“ … wie oft hat man in einem Film wohl schon gehört – „Wir fahren in die Hamptons“?

Übernachtet habe ich an dem Abend im Motel 6 in Danvers. Den nächsten Tag hatte ich mir dann voll und ganz für Salem reserviert und war so gespannt auf diese Stadt, die durch seine Hexenprozesse Ende des 17. Jahrhunderts bekannt wurde.

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