Vom Gespenst Dietrich und der längsten Burg der Welt

Ein Besuch auf der Burg zu Burghausen.

Manche Ausflugsziele sind so nah und man war trotzdem noch nie dort. So ging es mir bis diesen Sommer mit der Burg zu Burghausen. Immerhin die längste Burganlage der Welt – mit einem Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Blick auf die Burganlage

Nach der anstrengend Anreise von gut einer Stunde an dem zauberhaften Sommertag im Juni mit dem Cabrio von München aus mussten wir uns erstmal standesgemäß mit Schnitzel, Pommes und Spezi stärken, bevor es hoch zur Burg ging. Eigentlich sind wir überall eingekehrt, wo es quasi ging und haben uns einmal durch Burghausen gegessen.

Wann genau die Burg gebaut wurde, ist nicht datiert. Man weiß nur, dass es vor 1025 war, denn in diesem Jahr findet die Burg zum ersten Mal urkundliche Erwähnung. Es ist sogar durch Ausgrabungen bestätigt, dass bereits zur Bronzezeit in dem Areal Menschen angesiedelt waren.

Blick von der Burganlage auf Burghausen, Ach (Österreich) und die Salzach

Wie es in bei keiner Burg fehlen darf, hat diese Burg natürlich auch ein burgeigenes Gespenst. Von dem wird sich in der Sage um „Das Gespenst mit der weißen Haube“ erzählt.

Kurz gesagt: die Geschichte einer gelangweilten Ehefrau, deren Mann ständig auf Dienstreise war. Also genaugenommen geht es die um Herzogin, deren Herzog das Land erobern musste und die sich derweil mit dem Koch Dietrich in einem geheimen Kämmerchen vergnügt hat. Der Herzog hat die beiden dann wohl in flagranti erwischt und den armen Dietrich zur Strafe in eben jenem Zimmer eingemauert. Seitdem spukt der Dietrich als Koch-Gespenst durch die alten Gemäuer der Burg.

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