Werfen. Werfenweng. Pfarrwerfen. Hohenwerfen.

The Sound of Music im Salzburger Land.

Werfen. Werfenweng. Pfarrwerfen. Hohenwerfen. Und Paul hat uns auch erklärt, warum das alles so heißt: Weil die Salzach sich um den Berg „wirft“, wie sie so durch Salzburger Land fließt. Und auf eben diesem Berg ist die Burg Hohenwerfen, gleich neben den drei Örtchen Werfen, Werfenweng und Pfarrwerfen. Und da habe ich ein paar Tage verbracht.

Blick von der Burg Hohenwerfen übers Salzburger Land

Mein Hotel war kurz vor Werfenweng – mit traumhaften Blick über die Berge. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Heidi kommt gleich um die Ecke mit dem Geissenpeter und dort kann einem niemand etwas Schlechtes anhaben. Wobei die beiden natürlich in der Schweiz wohnen und ich war dort eher auf den Spuren der Trapp-Familie und dem Pfad der Musik unterwegs. In jedem Fall war es sehr entspannt.

Werfenweng

Werfenweg gehört zu den Alpine Pearls und ist einer der 19 schönsten Urlaubsorte in den Alpen; weitere solcher Orten findet man z.B. in Italien, Deutschland und Frankreich. Diese Perlen zeichnet besonders Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Mobilität aus. Die E-Autos in Werfenweng, die einen gratis mitnehmen, werden z.B. durch einen Solarturm im Ort aufgeladen. Selbstverständlich war das nicht der Grund, warum ich dort war – es war einfach ein schöner Zufall, den ich nachträglich in Erfahrung gebracht habe. Es wundert mich allerdings nicht – der Ort und die Umgebung sind wirklich wunderschön.

„Magische Wälder, verträumte Bachläufe und wohltuende Landruhe erleben.“ Ein Zitat der Webseite von Werfenweng über den sogenannten Spazierhimmel. Das beschreibt diesen Weg ziemlich gut. Es gibt verschiedene Eingänge – immer entsprechend gekennzeichnet mit einem Holztor und Täfelchen. Man kommt sich wirklich vor, wie auf so einem verzauberten kleinen Pfad auf dem sich bestimmt kleine Feen und Kobolde hinter einem Blümchen tummeln.

Burg Hohenwerfen

Der zu Anfangs erwähnte Paul war Guide auf der Burg Hohenwerfen. Die Burg wurde um 1075 zur Verteidigung des Landes erbaut, hat aber nie eine Schlacht erlebt und wurde somit nie durch Kanonenkugeln zerstört. Erst einem Feuer 1931 sind Teile der Burg zum Opfer gefallen. Nach Ende des zweiten Weltkriegs wurde die Burg als Ausbildungszentrum der Gendarmerie genutzt und erst seit 1987 ist die Burg für Touristen geöffnet.

Bis um 1850 wurde der Kerker unter der Kapelle von der katholischen Kirche genutzt, Protestanten zum katholischen Glauben zu bekehren. So mussten sie dort eingesperrt jeden Tag dem Gottesdienst lauschen. Genützt hat es wohl nicht viel, meinte Paul. Und von Paul weiß ich jetzt auch woher der Begriff „Pechvogel“ kommt. Man hat im Mittelalter mit Pech Äste eingestrichen, um Vögel zu fangen, die Vögelchen blieben auf den sog. Pechästen einfach kleben.

Und apropos Vögel … genaugenommen Greifvögel. Es gab dort auf der Burg auch eine Greifvogelshow.

Sound of Music

Der Sound of Music – Trail startet in Werfen und führt entlang ein paar „Spiel und Spaß“ Stationen, die dem Film gewidmet sind, hoch auf die Wiese auf der Julie Andews mit ihren Trapp-Kindern das brühmte „Do-Re-Mi“ Lied im FIlm gesungen hat. Es wurde ein kleiner Picknick-Platz installiert mit Fotomöglichkeiten und tollen Holzliegen, auf denen man einfach die Ruhe und den Blick auf die Burg Hohenwerfen genießen kann.

Salzburg

Auf dem Heimweg hab ich noch einen kurzen Abstecher nach Salzburg gemacht. Da bin ich ja immer wieder gerne und natürlich gab es auch eine Buchtel mit Vanillesauce bei Herrn Leopold.

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