Eine Liebeserklärung.

So oft ich nun schon in Verona war, so sehr freue ich mich jedes Mal wieder in der Stadt zu sein. Verona fühlt sich inzwischen schon fast so an, wie heimkommen und es gibt meiner Ansicht nach keinen schöneren Platz für einen Aperol Spritz, als in der ersten Reihe im Cafè Emanuel mit schönstem Blick auf die Arena di Verona.



Verona ist meine absolute Lieblingsstadt in Italien bzw. überhaupt eine meiner Lieblingsstädte. Das erste Mal war ich hier vor etwa 20 Jahren. So richtig verliebt in die Stadt habe ich mich in 2019, als ich das erste Mal in San Mattia übernachtet habe, dem magischen Ort auf den Hügeln mit dem Wahnsinnsblick über die ganze Stadt.
Veronas Charme liegt in der Größe der Stadt, also groß, aber nicht zu groß, diese drei bezaubernden Plätze, Piazza dei Signori, Piazza delle Erbe und die Piazza del Bra mit der Arena die Verona, die sieben historischen Brücken, vom Krieg zerstört, wieder aufgebaut, die uns über den Fluss Adige, also die Etsch, in die Altstadt führen in diese versteckten Ecken und Gassen mit den wunderschönen alten Gebäuden, von denen Malereien absplittern und man sich überlegen kann, wie bunt das wohl mal aussah. Das Teatro Romano und die Gegend um die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna di Lourdes, auf den Hügeln von Verona. Dieses entspannte Gefühl, was einem der Ort einfach gibt und welches ich jedes Mal habe, wenn ich dort bin.






In Verona herrscht nicht diese Hektik, wie z.B. in Florenz und man hat in Verona das Gefühl, man wird mit offenen Armen empfangen und dass alles La Dolce Vita ist. Selbst wenn in Verona immer Touristen unterwegs sind und wenn die Stadt in den Sommermonaten oder an italienischen Feiertagen voll ist mit Menschen aus allerlei Ländern, es ist immer relaxed. Das ist einfach Verona ❤️

Bereits 1000 v. Chr. gab es an dem Ort kleinere Siedlungen, 49 v. Chr. hat dann kein geringerer als Julius Cäsar höchstpersönlich eben dieser Besiedlung die römischen Bürgerrechte verliehen und somit die Stadt offiziell gegründet. Das Zentrum der Siedlung verlagerte sich auf die innere Etschschleife und dort, wo die Stadt nicht natürlich durch den Fluß gesichert war, wurden Stadtmauern errichtet, die in Teilen bis heute erhalten sind. Bereits 30 n.Chr. wurde das Amphitheater, die berühmte Arena di Verona, gebaut. Somit finden also wirklich seit über 2000 Jahre Spiele in der Arena statt, auch wenn es heutzutage die Opernfestspiele sind und keine Sklaven zum Amüsement der Bevölkerung von wilden Löwen zerfleischt werden.
Verona steht allen voran für die Liebe, wenn auch die tragische: Romeo & Julia. Der berühmteste Balkon Italiens ist wohl am Haus der Montagues befestigt, auf dem sich das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur heimlich getroffen hat. Vollgeschriebene Wände rund um die Sehenswürdigkeiten mit Herzen und Liebesbekundungen, Schlösser, die an Regenrinnen, alten Türen und allem möglichen befestigt worden sind, Hauptsache in der Nähe des Balkons. Sogar versteckt im Haus der Julia.



Es heißt, dass diese berühmte Tragödie von Shakespeare im weitesten Sinne an eine wahre Begebenheit angelehnt ist. Welchen Wahrheitsgehalt die Geschichte nun hat und ob Romeo jemals wirklich auf genau diesen Balkon geklettert ist, auf dem sich die Liebespaare küssend ablichten lassen oder Selfies machen, es ist vollkommen egal. Diese Liebesgeschichte gehört einfach zu Verona. Und man darf auch ein bisschen verliebt sein in die Orte und Ecken, die der berühmteste Liebesgeschichte der Literatur ihr zuhause geben, denn schön und zum Verlieben sind diese Orte allemal.






Die Stadt diente nicht nur Shakespeare als Inspiration. Dante, Goethe, alle waren sie schon da, lebten dort, schrieben, verliebten sich vielleicht. Auf der wunderschönen Piazza dei Signori wurde dem gebürtigen Florentiner Dante ein Denkmal gewidmet; in Verona schrieb er am Hofe der della Scala Familie, wo er sieben Jahre verbrachte, an der Göttlichen Komödie. Dieses herausragende Werk wurde zur Grundlage für die italienische Sprache, so wie wir sie heute kennen. Also sei ihm das Denkmal vergönnt.





Wir gehen aber jetzt erstmal wieder zurück auf die Piazza del Bra, welche seit einer Umgestaltung Ende des 18. Jahrhundert das Herz der Stadt bildet. Dem Platz wird nachgesagt, der größte seiner Art in ganz Italien zu sein, gesäumt von vielen Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften. Ein Grünfläche mit Parkbänken, lädt ein zum Verweilen, Eis essen oder Sonne genießen. Neben der Arena di Verona, dem drittgrößten und am besten erhaltenen Amphitheater in Italien, ist dort u.a. auch der Palazzo Barbieri gelegen, das Rathaus.






Mit Museen kann ich nicht viel anfangen, aber wenn man sich da so auf die Tribüne in der Arena sitzt, die Touristen ausblendet und versucht, sich vorzustellen, wie es da wohl um 100 n.Chr. bei so einer Veranstaltung zugegangen ist und wer überhaupt in den letzten 2000 Jahren schon über diese Steine gegangen ist und diese Steine sind einfach immer noch da. Das ist für mich viel faszinierender, als so ein altes Römergewand in einem Museum. Das Gewand ist aus geschichtlichem Aspekt natürlich mindestens so wichtig ist, wie die Arena, aber spätestens seit Russell Crows Gladiator kann ich mir ausreichend vorstellen, wie die Menschen damals gekleidet waren.





Der Außenring der Arena, der nur noch zu einem Bruchstück erhalten ist, wurde übrigens aller Wahrscheinlichkeit nach bereits 489 n. Chr. vom König der Ostgoten, Theoderich, abgerissen und die Steine zur Erweiterung der Stadtmauer verwendet.
Wenn man nun von dem weitläufigen Platz am Portoni della Bra, einem der alten Stadttore, mit den zwei Bögen und der Büste von William Shakespeare, in die Via Roma geht, so spaziert man an kleinen Geschäften und Cafés vorbei direkt Richtung Adige und kommt am berühmten Castelvecchio mit der Ponte Scaligero wieder heraus.



Das Castelvecchio diente den Scaligeri nicht nur als Schutz vor den Feinden, sondern auch vor der Veroneser Bevölkerung und der eigenen Verwandtschaft, deshalb durften sich dort auch nur Bewohner der Burg aufhalten. Die Ponte Scaligero wurde als Fluchtweg von der Burg über die Etsch Mitte des 14. Jahrhunderts gebaut. Heutzutage befindet sich ein Museum in den ehemaligen Räumen der Burg. Erbaut wurde es unter dem Namen Castello di San Martino in Aquaro, Namensgeberin war eine alte Kirche, von der noch wenige Überreste im Innenhof des Castellos zu finden sind.






Neben dem Castelvecchio sieht man den schönen Marmorbogen Arco dei Gavi stehen und frägt sich durchaus, was der da eigentlich macht. Ursprünglich war dieser Bogen in der Via Postumia angesiedelt und wurde dort im Ersten Jahrhundert n. Chr. zu Ehren der Familie Gavier errichtet. Der Bogen war zu Scaliger-Zeiten Teil der Stadtmauer und wurde während der Französischen Besatzung Anfang des 18. Jahrhunderts abgerissen; glücklicherweise hat man die Steine gut aufgehoben und so konnte man den Bogen 1932 neben dem zwischenzeitlich zum Museum umfunktionierten Castelvecchio wieder aufbauen. Man hat sogar extra alten römischer Boden an die Stelle umgebettet, um es etwas originalgetreuer aussehen zu lassen.



Die Ponte Scaligero fiel dann ebenso wie die malerische Brücke Ponte Pietra am Ende des zweiten Weltkriegs den Deutschen zum Opfer. Beide Brücken wurde großenteils gesprengt. Man hat am Kriegsende versucht, soviel Brückenteile wie möglich aus dem Fluss zu bergen und die zwei Brücken damit wieder aufgebaut. Die Ponte Pietra wurde bereits um 100 v. Chr., also noch vor der Gründung der Stadt als Pons marmoreus erbaut, von Hochwasser mitgerissen und wieder aufgebaut und erweitert um einen Wachturm von der della Scala Familie. Sie liegt ca. eineinhalb Kilometer Fußweg vom Castelvecchio entfernt.





Geht man über die Ponte Pietra auf die äußere Flussseite kommt man direkt zum Teatro Romano, welches um 20 v. Chr. zu Zeiten des römischen Kaisers Augustus erbaut wurde. Es liegt am Fuße des Colle San Pietro, auf dem sich wiederum das Castel San Pietro befindet. Die Akustik in dem Halbrund, der 105m misst, war wohl außergewöhnlich in der damaligen Zeit. Auch heutzutage finden dort nach wie vor in den Sommermonaten Veranstaltungen statt.






Die Funicolare um die Ecke vom Teatro Romano bringt einen auf den Hügel mit dem Castel San Pietro und man hat einen wunderbaren Ausblick über diese schöne Stadt. Die Funicolare wurde erst 2017 wieder in Betrieb genommen, nachdem sie 1944 auf Grund des Krieges nach nur drei Jahren geschlossen wurde. Natürlich kann man aber auch den Weg vorbei am Teatro Romano zu Fuß nach oben nehmen.






Mein Lieblingsplatz mit View ist allerdings die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna di Lourdes, angesiedelt in den Hügeln von Verona. Man sieht sie so schön über der Stadt thronen, wenn man auf der Ponte Pietra steht, trotzdem sind dort wenig Touristen anzutreffen und ich genieße dort immer die Ruhe und den Sonnenschein.





Beides wunderbare Orte um den Blick etwas schweifen zu lassen und sich zu überlegen, ob man die Arena zwischen den ganzen Gebäuden entdecken kann. Wenn man nämlich von oben in die große Fläche aus Häusern, Kirchen und anderen Bauwerken blickt, ist es gar nicht so einfach, diese große Arena auszumachen, wie man vielleicht denken möchte.



Großen Einfluss auf die Stadt (und letztendlich ganz Norditalien) hatte die schon öfter genannte della Scala Familie oder Scaligeri, die Herren von Verona. Die Scaligeri sind für den Bau verschiedener Festungen in Norditalien im 13. und 14. Jahrhundert verantwortlich. In der Stadt verewigt haben sie sich u.a. mit dem berühmten, bereits weiter oben erwähnten, Castelvecchio. Im Stadtzentrum, ein paar Schritte von der Piazza dei Signori entfernt, kann man einige Grabmäler der Familie zu bewundern, die schon gut 800 Jahre alt sind. Die Grabmäler liegen neben der kleinen Kirche Santa Maria Antica und direkt gegenüber der ehemaligen Stadtresidenz der Familie. Sie sind von einem wunderschönen schmideisernen Zaun umschlossen, welchen das Wappen der Familie, eine Leiter, ziert. Diese Grabmäler bringen einen wirklich zum Staunen; zum einen, weil man sie dort irgendwie nicht erwartet und zum anderen, weil sie einfach so außergewöhnlich sind.






Die Burgen und Bauten der Scaligeri sind alle durch eine eigene Bauweise erkennbar, die Zinnen tragen den Beinamen Schwalbenschwanzzinne. Rund um den Gardasee gibt es u.a. Burgen in Malcesine, Riva del Garda, Lazise und natürlich die berühmte Wasserburg in Sirmione, die von den Scaligeri errichtet wurden.
Eine kleine Geschichts-Exkursion, wie die della Scala Familie bayrisch wurde: 1387 wurde die della Scala Familie aus der Stadt vertrieben und flüchtete nach Bayern, wurden eingedeutscht und fortan die Herren von der Leiter genannt. Sie waren im Besitz des Schlossguts Amerang in der Nähe vom Chiemsee, bis 1655 der letzte Nachkomme verstorben ist.
Direkt um die Ecke der Grabmäler, in der Via Arche Scaligere, findet man den Palazzo Nogarola besser bekannt als Casa di Romeo, welcher sich lange im Besitz der della Scala Familie befand. Caterina della Scala hat den guten Herrn Nogarola geheiratet und dieser war wohl die Inspiration für die Person des Romeo Capuleti. Den Palazzo kann man nur von außen besichtigen; meines Wissens nach mangels Geld seitens der Stadt um den Palazzo aufzukaufen und vor allem wegen eines Besitzers, der gar nicht verkaufen will.



Wie wir alle wissen, endete die Liebe von Romeo und seiner Julia eher unglücklich, weshalb es neben den Scaligeri Gräbern noch ein weiteres Grab in Verona zu besichtigen gibt: die Tomba di Giulietta, das Grab der Julia. Es liegt etwas abseits des Centro Storico im ehemaligen Kloster San Francesco al Corso. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts pilgerten mehr oder weniger bekannte Menschen ans vermeintliche Grab der Julia; Besucher waren u.a. Charles Dickens, Maria Luisa von Österreich, als auch Eugénie de Montijo, die Witwe von Napoleon . Eigentlich stand in dem Kloster nur ein alter Sarkophag ohne Deckel aus rotem Marmor, den der Volksmund zum Grab der Julia gemacht hat. Erst Mitte der 1940er Jahre, als Hollywood in Form von MGM in die Stadt kam, um Drehorte für Romeo & Julia auszukundschaften, wurde der leere Sarkophag in ein Kellergewölbe gebracht, das extra renoviert wurde und welches dem Ganzen die Extra-Portion Romantik und Dramatik verliehen hat. Die Tomba ist einer der wenigen Orte, die ich nur in 2001 besucht habe.






Nun aber zurück auf die wunderschöne Piazza delle Erbe, welche übrigens nur ein paar Schritte entfernt von der oben erwähnten Piazza dei Signori, dem Platz mit dem Dante Denkmal, liegt. Bereits im Mittelalter als Markt- und Versammlungsplatz genutzt, herrscht dort auch heute noch ein buntes Markttreiben, damals wie heute mit frischem Obst und Gemüse und heutzutage zusätzlich allerlei Kram, den man eigentlich nicht braucht, an dem sich jedoch immer wieder Touristen erfreuen.



Auf der Piazza angesiedelt ist der Torre del Gardello, ein Uhrenturm aus dem Jahre 1370, den man schon von weitem sieht und der auch immer wieder durch die Seitengassen um den Platz spitzt. Auftraggeber des Turms waren – wie soll es anders sein – die Scaligeri. Außerdem befindet sich auf dem Platz eine Säule mit dem St.-Markus Löwen, dem Symbol der Republik Venedig. Umschlossen wird diese eindrucksvolle Piazza von Gebäuden aus verschiedenen Jahrhunderten, teils noch mit diesen schönen Zeichnungen an den Mauern oder den alten Holzbalkonen.






Wenn man nun von der Piazza delle Erbe rechts in die Corso Sant‘ Anastasia geht und dann direkt die nächste Straße links nimmt, dort ein Stückchen entlang geht kommt man an der La Bottega della Gina vorbei. Der aktuelle PlaceToBe, um frische Pasta in der Stadt zu Essen. Es gibt gefüllte Tortellini und was das Herz so begehrt. Es ist schon allein Wert vorbeizubekommen, um die bunte Pasta in der Auslage zu bewundern und einen Blick in die offene Küche zu werfen, in der alles ganz frisch zubereitet wird.






Die Straße führt fast gerade aus weiter auf die Piazza Duomo, hier befindet man sich in einem der ältesten Viertel der Stadt mit dem Dom und vielen Kirchen, einem Kloster und einer wunderschönen alten Bibliothek. Der Ort war der Hauptsitz der Veroneser Kirche.
Die Biblioteca capitolare ist die älteste Bibliothek weltweit, die noch genutzt wird. Ihren Ursprung hat sie als Scriptorium, es wurden Bücher vervielfältigt, die dem Lehren und Lernen dienten. Insbesondere glaubensorientierte Bücher, da das Scriptorium an die direkt daneben befindliche Kirche angeschlossen war bzw. immer noch ist. Der Schreiberling Ursicinus hat auf einer seiner Buchkopien auf der letzten Seite ungewöhnlicherweise ein Datum vermerkt, der 01. August 517 n. Chr. Dies ist der erste Nachweis eines kopierten Buchs aus diesem Jahrhundert und überhaupt und so lässt sich auch die Gründung dieses Scriptoriums wahrscheinlich auch ins vierte Jahrhundert n. Chr. festlegen. Da Führungen auf Englisch relativ selten sind, konnte ich der Bibliothek bisher noch keinen Besuch abstatten.



Geht man links an der Cattedrale di Santa Maria Matricolare, die Gegenüber der Bibliothek ist, durch den kleinen Torbogen landet man in einer Sackgasse die in die Etsch führen würde, wäre da nicht die Mauer. Der Blick geht zuerst automatisch nach rechts zur einer Statue von Dante vor der kleinen Chiesa Rettoria di Sant’Elena. In seinen Händen hält Dante ein geöffnetes Buch in dem man die Schlussworte aus seiner Göttlichen Kommödie lesen kann: L’amor che move il sole e l’altre stelle (Die Liebe, welche die Sonne und die anderen Sterne bewegt).
Gegenüber ist ein Eingang, der einen in den alten Innenhof der Biblioteca capitolare und zum Museum des Chiostro dei Canonici, dem Kloster, bringt. Hier finden sich Überreste aus der Römerzeit, d.h. neben alten Steinen und Säulen auch ein fast perfekt erhaltenes Mosaik. Der kleine Garten wird umschlossen von einem wunderschönen viereckigen Säulengang und ist ein Ort der Ruhe.






Ein paar hundert Meter vom Centro Storico entfernt über die Ponte Nuovo, liegt etwas versteckt in der gleichnamigen Straße der Palazzo e giardino Giusti. Der zur Straße hin unscheinbare und innen so schöne Palazzo mit dem bezaubernden Garten wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Der Garten gilt als einer der schönsten Renaissance Gärten in ganz Europa; man wandelt hier sogar auf Goethes Spuren, der dort 1786 auf Besuch war. Im Garten findet man Figuren aus der Mythologie, Brunnen, Jahrhunderte alte Zypressen über verschiedenen Ebenen verteilt und alte Steinbänke zum Innehalten. Der Blick vom Belvedere über die Stadt, die kleine Besonderheit. Der Garten liegt über der alten Villa, meistens ist das ja umgekehrt, so kann man hier über die Villa mit Verona im Hintergrund blicken.



Wir müssen jetzt aber nochmal kurz zurück zum Castelvecchio, von dem uns die Corso Cavour zu einem weiteren alten Stadttor führt und dann zurück in die Altstadt. Das Beste auf dem Weg dorthin ist meine Lieblingseisdiele.



Auf dem Corso Cavour sind einige schöne Palazzos und große Gebäude zu finden,. u.a. mit Banken und Hotels. Kurz vor dem Stadttor Porta Borsari, durch das man in die Corso Porta Borsari kommt und zurück in die Altstadt geht, liegt auf der rechten Seite Q. B. Gelato, einer von zwei Länden in der Stadt. In Italien beeindrucken die Eisdielen ja immer durch fluffig aussehendes und üppig dekoriertes Eis. Wenn man aber ursprünglich zubereitet Eis essen will, ohne große Zusatzstoffe, so sollte man die kleinen Gelaterias aufsuchen, in denen man so gar nichts vom Eis sieht, weil richtiges Gelato gleichmäßig gekühlt werden muss und diese Eisdielen haben normalerweise auch eine sehr übersichtliche Karte. Und Q. B. Gelato ist so ein Laden. Das Eis wird mit natürlichen und hochwertigen Zutaten täglich handgemacht.



Das alte römische Stadttor Porta Borsari wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. zu Zeiten Kaiser Claudius errichtet unter dem Namen Porta Lovia. Ursprünglich war es ein in die Stadtmauer integriertes rechteckiges Gebäude mit Innenhof und war der Haupteingang zur Stadt. Heute sieht man leider nur noch eine aus weißem Kalkstein gebaute Seite, welche wahrscheinlich im 11. Jahrhundert n. Chr. renoviert und neu verziert wurde.



Geht man die dann Corso Porta Borsari entlang so kommt man wieder am Piazza delle Erbe heraus. Die Straße ist meiner Ansicht nach, neben der mit rosa Marmor gepflasterten Straße Via Giuseppe Mazzini, die schönste Straße in Verona. Und die Via Giuseppe Mazzini, die beste Adresse für teures Shopping in Verona, führt uns auf der anderen Seite der Piazza delle Erbe auf direktem Wege zurück zur Arena di Verona und Piazza del Bra.



Verona ist so voll mit Geschichte und hat natürlich noch viel mehr zu bieten, als das, was ich euch hier erzählt habe. Ich entdecke ja jedes Mal selbst wieder eine neue Ecken in der Stadt, obwohl ich nun schon so oft da war. Geht einfach in die Stadt und genießt sie.



Und das ist mein liebster Platz in ganz Verona – San Mattia ❤️



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I find other countries have this or this, but Italy is the only one that has it all for me. The culture, the cuisine, the people, the landscape, the history. Just everything to me comes together there.
Frances Mayes